Hundetraining – 7 häufige Fehler

Hunde lernen in jedem Alter – aber beim Hundetraining kann der Mensch viele Fehler machen.

1. Wenn man zu selten trainiert

Am Anfang des Hundetraining ist bei vielen die Motivation noch sehr groß, man holt sich Tipps und übt täglich neue und gelernte Kommandos. Mit der Zeit vernachlässigt man jedoch das Training und achtet nicht mehr darauf, die Kommandos auch durchzusetzen. Und dann wird der Hund ganz langsam Unarten annehmen, die einem erst viel später so richtig bewusst werden. Um den Hund dann wieder „auf Kurs“ zu bringen, braucht es einiges an Energie und Zeit.

Besser wäre es, wenn man sich selbst diszipliniert und wirklich täglich den Gehorsam des Hundes einfordert. Dass muss man nicht den ganzen Tag machen – aber z. B. beim Spaziergang zwischendurch mal 10 Minuten mit dem Hund üben, sollte möglich sein.

2. Mehrfachkommandos vermeiden

Der Hund ist nicht schwerhörig – wenn er das Kommando kennt, könnte er auf einen einzigen Ruf reagieren. Wenn der Besitzer den Befehl mehrfach gibt lernt der Hund, dass dieser nur solange gilt, wie er den Befehl hört – z. B. beim Bleib – bzw. der Hund stellt die Ohren auf Durchzug und überlegt, ob er nach dem 50sten Rufen den Befehl befolgt – z. B. beim Hier. Egal wie, dieses Verhalten untergräbt die Autorität und ist für das Hundetraining wenig förderlich.

Daher den Befehl nur einmal geben und dann durchsetzen, z. B. wenn der Hund beim Bleib wegläuft wieder zurückbringen.

3. Keine Dauerbeschallung

Viele sprechen beim Spaziergang den Hund immer wieder an, um ihn auf sich aufmerksam zu machen, um ihn zu stoppen weil er zu weit weg ist, um ihn zurückzurufen weil jemand entgegen kommt usw. Dadurch muss der Hund überhaupt nicht mehr auf seinen Besitzer achten – der wird ja schon Bescheid geben, wenn er etwas will.

Besser ist es z. B. unterwegs immer wieder umzudrehen, wenn der Hund vor einem läuft und in die andere Richtung gehen. Der Vierbeiner muss sich mehr konzentrieren, wenn er nicht verloren gehen will.

4. Inkonsequenz

Konsequentes Verhalten ist wichtig im Hundetraining. Wenn man bspw. nicht möchte, dass der Hund am Tisch bettelt, darf man ihm auch nichts vom Tisch geben. Ein einziges Mal reicht u. U. aus, dass der Hund mit Dackelblick neben seinem Besitzer sitzt und bettelt. Und irgendwann platzt dann beim Besitzer vielleicht mal der Kragen und er schimpft mit seinem Hund. Das ist aus Hunde-Sicht vollkommen unlogisch – denn er macht doch nichts anderes, als die anderen 1.000 Male davor. Und dass kann dann im schlimmsten Fall das Vertrauen des Hundes kosten.

Daher Regeln festlegen, was man möchte und was man nicht möchte. Und sich dann ganz strikt daran halten.

5. Rechtzeitig loben

Das Hundetraining erfolgt ganz oft mit Loben. Das heißt: Wenn der Hund etwas richtig macht, wird er gelobt. Die Anerkennung muss aber unmittelbar auf das richtige Verhalten folgen, damit der Hund das Geschehene auch verknüpfen kann. Denn wenn man nicht aufpasst, kann es passieren, dass man versehentlich falsches Verhalten lobt. So kommt es zum Beispiel schnell zu einer falschen Verknüpfung, wenn man bspw. den Hund unbewusst streichelt, wenn er einen anspringt.

Hier ist es wichtig, konzentriert beim Training mit dem Hund zu sein, um das richtige Timing zu erwischen.

Hundetraining

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6. Befehle nachlässig auflösen

Wer hat das nicht schon erlebt – der Hund sitzt endlich, doch kaum macht man die Leine los, rennt er auch schon los. Da läuft im Hundetraining etwas schief, denn der Hund löst das Kommando selbst auf.

Besser ist es bei Befehlen darauf zu achten, dass wir den Befehl ganz bewusst aufheben. Vor dem Ableinen bspw. kurz am Halsband absichern und erst wenn der Hund wartet, das Auflöse-Kommando geben.

7. Immer in gleicher Umgebung üben

Den Fehler machen viele Halter bei dem Hundetraining: sie trainieren mit ihrem Hund Kommandos immer in der gleichen Umgebung. Dadurch kann der Hund z. B. im ruhigen Park wunderbar „bei Fuß“ gehen, aber an der belebten Straße funktioniert nichts mehr.

Daher mit dem Hund in unterschiedlichen Umgebungen üben und am besten mit viel und wenig Ablenkung in Form von Geräuschen, Menschen und anderen Hunden.

Wenn man auf diese Punkte achtet, wird man ganz schnell Erfolge in der Erziehung sehen – und dem entspannten Mensch-Hund-Team steht nichts mehr im Weg.